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Osteoporose ist vermeidbar! |
Was ist Osteoporose?
Kalzium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff für den Aufbau und Erhalt der Knochenmasse. Eine zu hohe Entmineralisierung führt zu einem schleichenden Knochenschwund, der sogenannten Osteoporose. Wörtlich übersetzt beideutet dies „Knochen-Löchrigkeit“, woraus sich im Volksmund der Begriff Knochenschwund entwickelt hat. Der Verlust an Knochenmasse erhöht die Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche und unbemerkte Wirbelkörperbrüche. Von dieser Krankheit, die die Bewegungsfähigkeit stark einschränkt und meist sehr schmerzhaft verläuft, sind ca. 7 Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Frauen erkranken zwei bis dreimal häufiger daran als Männer. Jede dritte Frau nach den Wechseljahren leidet an Osteoporose. |
Wie kommt es zum Knochenschwund?
Bis zum 30. Lebensjahr baut der Mensch Knochensubstanz auf. Dann ist die maximale Knochenmasse erreicht, die noch einige Jahre konstant bleibt. Ungefähr ab Mitte 30 verlieren die Knochen kontinuierlich an Substanz. Wenn dieser Abbau das normale Maß von 0,5% pro Jahr überschreitet, besteht im Alter die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken. Das Risiko ist um so größer, je weniger Kalzium in jungen Jahren aufgenommen und in den Knochen eingelagert wurde.
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Was sind die Risikofaktoren?
Falsche Ernährung ist eine der Hauptursachen für Osteoporose. Jeden Tag verliert der Körper Kalzium durch Körperausscheidungen, das stetig mit der Nahrung ersetzt werden muss. Fehlt das Kalzium auf dem Speiseplan, räumt der Körper langsam die Kalziumspeicher in den Knochen leer. Auch Vitamin-D-Mangel begünstigt die Entstehung von Knochenschwund, da der Körper dieses Vitamin benötigt, um Kalzium aufzunehmen. Darüber hinaus können Bewegungsmangel, erbliche Veranlagungen, hormonelle Veränderungen, Stoffwechselstörungen und Medikamenteneinnahme eine Rolle bei der Entstehung von Osteoporose spielen.
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Wie kann man vorbeugen?
Eine kalziumreiche Mischkost ist die beste Vorbeugung gegen Osteoporose. Mit der Prophylaxe sollte man in jungen Jahren beginnen, wenn die „Knochen-Sparkasse“ noch geöffnet ist. Daher ist besonders für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eine ausreichende Kalziumzufuhr wichtig. Je mehr gespeichert wurde, desto mehr kann später ohne gesundheitliche Folgen abgebaut werden. Aber auch im fortgeschrittenen Alter sollte man nicht nachlassen, auf eine regelmäßige Kalziumzufuhr zu achten, um seine Knochen zu stärken.
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Welche Rolle spielen Milch und Milchprodukte?
Die besten Kalzium-Lieferanten sind Milch sowie Milch- und Käseprodukte. Schon ein halber Liter Milch oder Buttermilch und zwei Scheiben Käse (z.B. Emmentaler und Bergkäse) decken den Bedarf eines Erwachsenen von 1.200 bis 1.500 mg Kalzium pro Tag. Kalzium ist auch in anderen Lebensmitteln enthalten, so z.B. in Brokkoli, Grünkohl, Fenchel, Spinat und Kohlrabi. Das Kalzium aus pflanzlichen Lebensmitteln kann allerdings vom Körper nicht so gut verwertet werden wie das Milch-Kalzium. Um zum Beispiel die Kalzium-Menge, die in 100 Gramm Emmentaler enthalten ist, über Gemüse oder Brot aufzunehmen, müsste man z.B. entweder 1 Kilogramm Brokkoli oder 10 Kilogramm Kartoffeln oder 1 ½ Kilogramm Brot essen.
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Was tun bei Milchunverträglichkeit?
Der Verzicht auf Milch erschwert die bedarfsgerechte Kalziumaufnahme erheblich. Wer Milch schlecht verträgt, sollte prüfen, ob er Joghurt, Kefir oder Käse verträgt. In diesen Produkten haben die enthaltenen Milchsäurebakterien den Milchzucker, der die Unverträglichkeit meist auslöst, bereits zum größten Teil abgebaut.
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Wie wichtig ist Bewegung?
Körperliche Aktivitäten unterstützen die Prävention. Knochen verhalten sich ähnlich wie Muskeln: Bei stärkerer Beanspruchung nehmen sie an Substanz zu, bei geringerer Beanspruchung vermindert sich ihre Masse. Ob Rollerskaten, Aquagym oder ein ausgedehnter Spaziergang – durch die Bewegung übt die Muskulatur Druck und Zug auf den Knochen aus und fördert somit den Erhalt der Knochensubstanz. Besonders ratsam sind Aktivitäten an der frischen Luft: Sonnenlicht fördert die Bildung von Vitamin D, das der Körper für eine optimale Kalziumaufnahme benötigt.
Links zum Thema Weltosteoporosetag:
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