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Milch in der Schule

Kinder trinken gerne Milch, aber oft wird sie nicht attraktiv oder gar nicht angeboten.

Sie wollen Milchprodukte an Ihrer Schule anbieten?
SUPER, denn Kinder und Jugendliche lieben Joghurt, Milchdrinks & Co! Die cremigen Schlemmereien überzeugen und mit Frucht-, Vanille- oder Schokogeschmack sind sie oft erste Wahl. Außerdem versorgen sie die Schüler mit wichtigen Nährstoffen und liefern Nachschub für Gehirn, Muskeln und Knochen

Warum ist Milch für Heranwachsende so wichtig?
Für eine gesunde körperliche Entwicklung sind zwei Komponenten besonders wichtig: Ernährung und Bewegung!
Für eine gesunde Ernährung hat Milch eine Menge zu bieten. Sie ist in ihrer Zusammensetzung für den menschlichen Körper optimal und bietet von Natur aus viele Vitamine und Mineralstoffe, während diese bei anderen Lebensmitteln zum Teil erst zugesetzt werden. Mit keinem anderen Lebensmittel können die Kinder das für sie so wichtige Mineral Kalzium aufnehmen. Leicht verdauliches Milchfett und hochwertiges Eiweiß machen sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil in der Kinderernährung. Sie liefert hochwertiges Eiweiß für den Aufbau von Muskeln und Organen.
Bei Deutschlands Jugendlichen klafft eine große Calciumlücke
Bei Jugendlichen nehmen 12 % der Jungen und 23 % der Mädchen weniger als 75 % der empfohlenen Calciummenge auf. Der Ernährungsbericht 2008 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung dokumentiert weiter, dass die Zufuhrempfehlungen für Calcium von den meisten Kindern und Jugendlichen unterschritten werden. Der wissenschaftlich fundierte Bericht nennt Milch und Milchprodukte für die Versorgung mit Calcium, Jod und Riboflavin.
Calcium hat für die Stabilität der Knochen eine herausragende Bedeutung und die Versorgungslücke birgt die große Gefahr einer späteren Osteoporose.

Wie gehen Sie bei der Einführung von Milch an der Schule vor?

  • Suchen Sie sich Verbündete und Mitstreiter und beziehen Sie in jedem Fall den Pausenverkauf (Hausmeister oder Caterer) mit ein.
  • Zwei organisatorische Herausforderungen müssen angenommen werden:
    • Wie kommt die Milchprodukte zur Schule?
      Nehmen Sie Kontakt zu möglichen Lieferanten auf, sprechen Sie über das Produktangebot und die Lieferkonditionen (Mindestabnahmemengen sind für die Lieferanten unvermeidbar, da jeder Stopp Zeit und damit Geld kostet); mit den Lieferanten können Sie auch die Möglichkeit der EU-Beihilfe abklären.
    • Wie gestalten Sie die Logistik in der Schule?
      Überlegen Sie gemeinsam, wie die Organisation in der Schule ablaufen kann (Annahme der Lieferungen, Bestellungen, Kühlung und Verkauf der Produkte, Müllentsorgung).
Milch wird immer dann erfolgreich angeboten, wenn es in der Schule eine Person gibt, die sich persönlich dafür engagiert und die praktische Organisation aus Überzeugung dauerhaft in die Hand nimmt. An vielen Schulen übernimmt diese zentrale Rolle noch das Hausmeisterehepaar. Ein Engagement dem Anerkennung gebührt und das wenigstens mit einer minimalen Gewinnspanne entlohnt werden sollte. Denn soweit ein attraktives und funktionierendes Angebot besteht, klagen die Organisatoren auch nicht über mangelnde Nachfrage. Entscheidend ist also auch die Motivation des Verkaufspersonals und die damit verbundene Platzierung von Milchprodukten im Kiosk.
Aller Anfang ist schwer und die Einführung von Milchprodukten ist durchaus mit Aufwand verbunden. Dabei ist eine kontinuierliche Arbeit Erfolg versprechender als einmalige große Aktionen die schnell verpuffen. Wir unterstützen Sie gerne in Ihren Bemühungen.

Sie benötigen Unterstützung?
Dann rufen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen!
Dipl.oec.troph Claudia Eberl
Tel. 089-54 42 25-25, c.eberl@milchland-bayern.de