Wo liegt der Unterschied? "Milch in der Schule" oder "Schulmilch" Klassische Schulmilch beschreibt jene Milchprodukte für die EU-Beihilfe in Anspruch genommen wird. Einzelne Schulen verzichten auf die Beihilfe und sind so im Angebot von Milchprodukten flexibler. Sie wählen aus dem riesigen Angebot an modernen Erzeugnissen jene Art und Verpackungsgröße aus, die für ihre Schüler attraktiv ist. Jede Schule entscheidet selbst, ob Beihilfe in Anspruch genommen wird und kann im Pausenverkauf sowohl geförderte Produkte als auch Milch ohne Förderung anbieten.
Schulmilchstatistik Zur Interpretation dieser Statistik muss zunächst bekannt sein, dass hier nur die klassische Schulmilch erfasst wird, für die EU-Beihilfe in Anspruch genommen wird. Das bedeutet, dass nicht-beihilfefähige Milchprodukte (z.B. Verpackungseinheit größer 0,25 Liter) sowie Milch, für die keine Beihilfe beantragt wird, nicht in die Schulmilchstatistik einfließen. Die Statistik zeigt, dass in Bayern die klassische Schulmilch in den vergangenen zehn Jahren um 65 % zurückgegangen ist und bezeugt damit den rapiden Rückgang des EU-geförderten Milchangebots an Schulen, stellt aber nicht die tatsächliche Versorgungssituation dar.
Das tatsächliche Angebot an Milchprodukten in bayerischen Schulen Gut die Hälfte der bayerischen Schulen haben Milchprodukte im Angebot. Dies bestätigen zwei Erhebungen aus den Jahren 2008 (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) und 2004 (Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft). Selbstverständlich ist es unser Ziel, dass noch mehr Schüler die Möglichkeit haben, sich für Milchprodukte zu entscheiden. Dabei ist jedoch auch Realismus gefragt. Viele der Schulen ohne Milchangebot sind kleine Grundschulen auf dem Land, bei denen kein Pausenverkauf vorhanden ist, bei denen es aber gängige Praxis ist, dass die Kinder die Pausenverpflegung von zuhause mitbringen. Hier wird es kaum möglich sein, ein erfolgreiches Angebot aufzubauen. Der Pausenverkauf wird generell nur von etwa 30 % der Schüler genutzt. Analog darf man nicht erwarten, mit einem Milchangebot alle Schüler zu erreichen. Eine Evaluierung der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft aus dem Jahr 2004, in der 1471 Antwortbögen von allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen ausgewertet werden konnten, liefert folgendes Bild vom Milchangebot an bayerischen Schulen:
- 59 % der Schulen bieten Milch an
- Schulen mit Milch:
- Top: Schokomilch, Flop: Milch pur
- Durchführung meist Hausmeister
- 82 % haben keine Probleme mit Schulmilchverkauf
- 73 % geben an EU-Zuschüsse in Anspruch zu nehmen
- Schulen ohne Milch nennen als Gründe:
- mangelnde Nachfrage
- Haltbarkeit
- Lagermöglichkeit
- Belieferung
- Personal
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