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Allgäuer Emmentaler

Ein „Zugereister” wird zur regionalen Spezialität

Vor fast 200 Jahren wanderten Schweizer Senner ins Allgäu aus. Im Gepäck hatten sie das Rezept für einen aromatischen Hartkäse. Die heimischen Käsemeister schnupperten, probierten und fanden: dieser Käse mit seinem mild-nussigen bis kräftig pikanten Geschmack passt wunderbar zum Allgäu und seiner guten Milch. Sie übernahmen die Rezeptur, ließen die riesigen Käselaibe in speziellen Gärkellern reifen und entwickelten den Allgäuer Emmentaler rasch zur regionalen Spezialität.

Groß und Klein liebt den "Lochkäse"

Das augenfälligste Merkmal von Allgäuer Emmentaler sind seine großen Löcher. Wie sie entstehen? Während der Käse reift, bauen natürliche Reifungskulturen den Milchzucker zu Milchsäure und CO>2 ab. Da diese Gase nicht durch die Käserinde entweichen können, bilden sie die Löcher im Käse. Die Allgäuer Käsemeister klopfen mit kleinen Hämmerchen auf die reifenden Käslaibe. Am Klang hören sie, wie weit sich die Löcher schon entwickelt haben!

Vom Brotzeitgenuss bis Spätzlelust

Heute ist Allgäuer Emmentaler auf jeder guten Brotzeitplatte zu finden, auf dem Pausenbrot und natürlich auch auf dem Käsebüfett. Köstlich schmeckt er auch mit frischem, saftigem Obst, Tomaten und Gemüsesticks, ob im Biergarten oder beim Picknick. Die herrlichsten Düfte verbreitet Allgäuer Emmentaler in der warmen Küche, ganz besonders natürlich mit Allgäuer Kässpätzle.
SorteHartkäse aus Rohmilch
Formtraditioneller Rundlaib
AussehenMattgelb mit etwa kirschgroßen Löchern; helle Rinde
Reifedauermindestens drei Monate
Geschmackmild-aromatisch, nussartig

Zum ausführlichen Spezialitäten-Portrait auf www.weltgenusserbe.de