Schule & Ernährung

Schulmilch

Milch ist ein wichtiger Nährstofflieferant für Heranwachsende. Kinder mögen Milchprodukte, aber oft werden sie nicht attraktiv oder gar nicht angeboten. Wir unterstützen Sie, wenn Sie an Ihrer Schule Milchprodukte einführen. Wussten Sie schon, dass die EU den Verkauf von Schulmilch finanziell unterstützt?

Warum ist Milch für Kinder und Jugendliche so wichtig?

Für eine gesunde körperliche Entwicklung sind zwei Komponenten besonders wichtig: Bewegung – und die richtige Ernährung.

Bei Deutschlands Jugendlichen klafft eine große Calciumlücke. Calcium ist ein wichtiger Baustein für stabile Knochen. Eine Versorgungslücke birgt die große Gefahr einer späteren Osteoporose. Ergebnisse der DONALD-Studie zeigen, dass ein Drittel der Kinder die Empfehlungen der täglichen Kalzium-Zufuhr nicht erreichen. Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gehören Milch und Milchprodukte drei mal täglich auf den Speiseplan.

Tatsächlich hat Milch für die gesunde Ernährung eine Menge zu bieten. Sie ist in ihrer Zusammensetzung für den menschlichen Körper optimal. Von Natur aus enthält sie viele Vitamine und Mineralstoffe. Vor allem der Calciumbedarf wird am besten mit Milchprodukten gedeckt. Die Kombination aus Milchfett, Milchzucker und hochwertigem Milcheiweiß in leicht verwertbarer Form sorgt für lang anhaltende Energie. Aufgrund ihrer Nährstoff-Dichte ist  Milch ein unverzichtbarer Bestandteil in der Kinderernährung.

Sie wollen Milchprodukte an Ihrer Schule anbieten?

SUPER, denn Kinder und Jugendliche lieben Joghurt, Milchdrinks & Co! Die cremigen Schlemmereien überzeugen und mit Frucht-, Vanille- oder Schokogeschmack sind sie oft erste Wahl. Außerdem versorgen sie Heranwachsende mit wichtigen Nährstoffen und liefern Nachschub für Gehirn, Muskeln und Knochen.chsende so wichtig?

Unterschied: „Milch in der Schule“ und „Schulmilch“.

„Schulmilch“ sind Milchprodukte, deren Abgabe mit EU-Beihilfen unterstützt wird.

Jede Schule entscheidet selbst, ob und für welche Produkte sie Beihilfe in Anspruch nimmt.

Manche Schulen wollen ihr Angebot komplett flexibel gestalten und verzichten auf die Beihilfe. Sie wählen aus dem riesigen Angebot die Produkte und Packungen aus, die für ihre Schülerinnen und Schüler attraktiv sind.

Andere bieten sowohl geförderte Produkte als auch Milch ohne Förderung an.


Angebot und Nachfrage: statistische Daten.

  • Viele der Schulen ohne Milchangebot sind kleine ländliche Grundschulen ohne Pausenverkauf.

  • Genutzt wird der Pausenverkauf von rund 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler.

  • Besonders beliebt: Schokomilch. Am wenigsten gefragt: pure Milch.

Tipps für die Einführung.

Suchen Sie sich Verbündete und Mitstreiter und beziehen Sie in jedem Fall den Pausenverkauf (Hausmeister oder Caterer) mit ein. Klären Sie dann die beiden wichtigsten Fragen:

  • Wie kommen die Milchprodukte zur Schule?
    Nehmen Sie Kontakt zu möglichen Lieferanten auf, sprechen Sie über das Produktangebot und die Lieferkonditionen (Mindestabnahmemengen sind für die Lieferanten unvermeidbar, da jeder Stopp Zeit und damit Geld kostet); mit den Lieferanten können Sie auch die Möglichkeit der EU-Beihilfe abklären.
    Zur Liste der zugelassenen Lieferanten
    Zu den Infos zur EU-Beihilfe

  • Wie gestalten Sie die Logistik in der Schule?
    Überlegen Sie gemeinsam, wie die Organisation in der Schule ablaufen kann (Annahme der Lieferungen, Bestellungen, Kühlung und Verkauf der Produkte, Müllentsorgung).

TIPP
Milch wird immer dann erfolgreich angeboten, wenn es in der Schule eine Person gibt, die sich persönlich dafür engagiert und die praktische Organisation aus Überzeugung dauerhaft in die Hand nimmt. An vielen Schulen übernimmt diese zentrale Rolle noch das Hausmeisterpaar. Ein Engagement, dem Anerkennung gebührt und das wenigstens mit einer minimalen Gewinnspanne entlohnt werden sollte. Sobald ein attraktives und funktionierendes Angebot besteht, klagen die Organisatoren auch nicht über mangelnde Nachfrage. Entscheidend ist also auch die Motivation des Verkaufspersonals.

Neues EU-Schulprogramm

Ab 1. August 2017 ersetzt das neue EU-Schulprogramm die beiden bisherigen Programme zu Schulobst- und -gemüse und Schulmilch.
Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 und Kinder ab drei Jahren in Kindergärten und Häusern für Kinder erhalten wie bisher auch ab dem neuen Schuljahr kostenlos regionales und saisonales Obst und Gemüse.

Die Verteilung von Trinkmilch und ausgewählten Milchprodukten startet vorbehaltlich vorhandener finanzieller Mittel zum 1. Februar 2018. Vor dem Start wird eine Online-Befragung zur Teilnahme der Einrichtungen stattfinden. Der genaue Zeitpunkt wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft ist für die Zulassung der Betriebe und die verwaltungstechnische Abwicklung des Schulmilchprogramms zuständig.

 

Zugelassene Schulmilch-Lieferanten

Hier finden Sie alle Unternehmen, die bayerische Schulen mit Milchprodukten beliefern
Stand: Dezember 2016

Weitere Infos und Ansprechpartner

Zu Milch in der Schule informiert Sie unser Team der LVBM

  • Allgemeine Infos zu Milch an Schulen
  • Info-Folder zur Schulmilch zum Download 
  • Unterrichts-Material zum Thema Milch direkt zum Herunterladen bzw. im Shop bestellen
  • Lehrerfortbildungen (siehe Fortbildungen und Seminare)

Kontakt:
Julia Noronha
Telefon +49 (0)89 544225-32
j.noronha@milchland-bayern.de

Beratung zum Thema Schulmilch bei der LfL

Kontakt
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Abteilung Förderwesen und Fachrecht
Menzinger Straße 54, 80638 München
Telefon: (089) 178 00-201
schulmilch@lfl.bayern.de
Zur den Schulmilch-Infos der LfL und des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Schulmilchbeihilfe)

Weiterführender Link zu Förderprojekte der Vernetzungsstelle Schulverpflegung

Von Schülerunternehmen bis zur Schulmilch-Beihilfe: Vernetzungsstelle Schulverpflegung